Finanzierung von Beratungsleistungen

BAFA-Förderung: Corona-betroffene Unternehmen können sich die Kosten von professionelle Beratungsleistungen bis zu einem Wert von 4.000 € fördern lassen



Bis zum 31. Dezember 2020 können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) einschließlich Freiberuflern finanzielle Unterstützung für Beratungsleistungen bis zu einem Wert von 4.000 Euro ohne Eigenanteil beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragen.


Das Programm umfasst die „Förderung unternehmerischen Know-hows“ und richtet sich ausschließlich an Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind.


Wer wird gefördert?

Antragsberechtigt sind:

  • Junge Unternehmen, die nicht länger als zwei Jahre am Markt sind (Jungunternehmen)

  • Unternehmen ab dem dritten Jahr nach der Gründung (Bestandsunternehmen)

  • Unternehmen, die sich in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden – unabhängig vom Unternehmensalter (Unternehmen in Schwierigkeiten)

Weitere Voraussetzung ist, dass die Unternehmen ihren Sitz in der Bundesrepublik Deutschland haben und der EU-Mittelstandsdefinition für KMU entsprechen.

Was wird in welcher Höhe gefördert?

Fördergegenstand:

Gefördert werden allgemeine Beratungsthemen zu wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Inhalten. Zum Abbau struktureller Ungleichheiten innerhalb des Unternehmens (z.B. Vereinbarkeit von Familie und Beruf oder altersgerechte Gestaltung der Arbeit) können zusätzlich spezielle Beratungsleistungen bzw. Themen gefördert werden.


Förderhöhe:

Die Höhe des Beratungszuschusses orientiert sich an der Unternehmensart (Jung-, Bestandsunternehmern, Unternehmen in Schwierigkeiten), der Bemessungsgrundlage (maximal förderfähige Beratungskosten) sowie dem Standort des Unternehmens, aus dem sich der Fördersatz ergibt.


Jungunternehmen (nicht länger als 2 Jahre am Markt)

  • Bemessungsgrundlage: 4.000 €

  • Fördersatz: 80% maximaler Zuschuss: 3.200 €, neue Bundesländer (ohne Berlin & Region Leipzig)

  • Fördersatz: 60% maximaler Zuschuss: 2.400 €, Region Lüneburg

  • Fördersatz: 50% maximaler Zuschuss: 2.000 €, alte Bundesländer (ohne Region Lüneburg)

Bestandsunternehmen (ab dem dritten Jahr nach Gründung)

  • Bemessungsgrundlage: 3.000 €

  • Fördersatz: 80% maximaler Zuschuss: 2.400 €, neue Bundesländer (ohne Berlin & Region Leipzig)

  • Fördersatz: 60% maximaler Zuschuss: 1.800 €, Region Lüneburg

  • Fördersatz: 50% maximaler Zuschuss: 1.500 €, alte Bundesländer (ohne Region Lüneburg)

Unternehmen in Schwierigkeiten (ab dem dritten Jahr nach Gründung)

  • Bemessungsgrundlage: 3.000 €

  • Fördersatz: 90% maximaler Zuschuss: 2.700 €, alle Standorte


Wer darf beraten?

Im Förderverfahren zugelassen sind Beratungsunternehmen bzw. Beraterinnen und Berater, die ihren überwiegenden Umsatz aus der Beratungstätigkeit erzielen. Sie müssen über die erforderlichen Fähigkeiten verfügen und einen Qualitätsnachweis erbringen, der die Planung, Durchführung, Überprüfung und Umsetzung der Arbeits- und Organisationsabläufe aufzeigt. Der Nachweis erfolgt über die Selbstregistrierung für Beratungsunternehmen, sowie den Upload entsprechender Dokumente. Weitere Hinweise dazu sind hier abrufbar.


Über die Auswahl der Beraterin oder des Beraters entscheidet die antragstellenden Unternehmen. Weiterführende Informationen zur Beraterauswahl stellt das BAFA unter „Hinweise für KMU zur Beraterauswahl“ zur Verfügung.


Antrag & Fristen

Die modifizierte Richtlinie zur Förderung unternehmerischen Know-hows für Corona-betroffene Unternehmen ist am 3. April in Kraft getreten. Anträge können bis einschließlich 31. Dezember 2020 gestellt werden.


▶▶ Zum BAFA-Förderprogramm


▶▶ Zur Antragstellung


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