Auf Draht

Mitarbeiterentlastung & Engpassminimierung durch Prozessautomatisierung im Drahtzuschnitt



Im Jahr 1833 als Bürstenfabrik für die Lausitzer Textilindustrie gegründet, gehört die Technische Bürsten GmbH in Spremberg zu den ältesten und traditionsreichsten Unternehmen im Landkreis Spree Neiße. Kerngeschäft ist die Fertigung von Drahtbürsten für Geschäftskunden. Von diesen durchlaufen mehrere Millionen Exemplare in den verschiedensten Ausführungen die Maschinen und die Hände der Mitarbeiter. Mit der Übernahme durch den neuen Geschäftsführer, Mathias Bahl, wurde 2019 ein neues Zeitalter eingeläutet. Der gebürtige Cottbuser will mit innovativen Ansätzen das Unternehmen in die Zukunft führen. Qualität, Vielfalt, Nachhaltigkeit und Service sind dabei die tragenden Säulen des Unternehmens.



Ein Traditionsunternehmen auf Innovationskurs

Schritt für Schritt sucht der Unternehmer nach Ansatzpunkten und Möglichkeiten vorhandene Technologien aufzurüsten, Abläufe zu optimieren und die eigene Wettbewerbsstärke weiter auszubauen.


Wie in vielen produzierenden Unternehmen wurde dabei zunächst der Fokus auf die Fertigung gelegt. Mit der Anschaffung einer modernen Stopfmaschine konnten zeitaufwendige manuelle Prozesse für ein breites Teilespektrum automatisiert werden und dadurch mit neuen Produkten auch neue Kunden gewonnen werden. Dies schuf zwar Entlastung, machte jedoch einen Flaschenhals in der Produktion deutlich: die Bereitstellung von Besatzmaterial konnte nicht so schnell erfolgen, wie für einen durchgängigen Prozess benötigt. Der manuelle Zuschnitt stellt nicht nur eine besonders monotone Arbeit dar, sondern bindet darüber hinaus auch erhebliche Personalressourcen.


In einer Kooperation mit der BTU Cottbus-Senftenberg profitierte das Unternehmen von den innovativen Ideen zukünftiger Ingenieure: in einem studentischen Projekt wurde ein Konzept für die Automatisierung des Drahtzuschnittes entwickelt, in dessen Kern ein neuartiges Maschinenkonzept steht. Dieses soll nun mit Hilfe eines Umsetzungspartners realisiert werden und damit die Ideen der Studierenden auf den Prüfstand stellen.


Begleitend dazu wird in einem weiteren Innovationsvorhaben die Digitalisierung der Prozesse in Logistik und Verwaltung vorangetrieben. Die Definition eines zukunftsfähigen, flexiblen Produktionslayout bildet die Grundlage für moderne Logistikprozesse sowie eine digitalisierte Auftragsabwicklung. Und auch Nachhaltigkeit wird im Unternehmen groß geschrieben. So können alle Produkte mit FSC® zertifizierten Holz angeboten werden, Holzspäne werden zum Heizen der Produktions- und Bürogebäude genutzt und größere Holzabfälle einer weiteren Verwertung zugeführt. Auch hierzu entwickelt Herr Bahl gemeinsam mit Partnern stetig Ideen, wie das hochwertige Holz in neue Produkte eingehen kann.


Mit großem Innovationswillen schafft es das gesamte Team des im Süden von Brandenburg ansässigen Traditionsunternehmens, sich schrittweise zu digitalisieren, zusammen zu wachsen und offensiv in die Zukunft zu gehen.