Akzeptanz & Nutzung digitaler Technologien

Forschungsarbeit zum Thema »Technologieakzeptanz« untersucht Erwartungshaltungen, Widerstände & Interventionsstrategien



Nicht jedes zunächst vielversprechende Digitalisierungsprojekt führt letztlich zum Erfolg. Ein wichtiger Grund für das Scheitern oder ein hinter den Erwartungen zurückbleibendes Ergebnis liegt in der teilweise unzureichenden Berücksichtigung der Mitarbeitenden auf der Shopfloor-Ebene. Genau diesem Problem widmete sich Dr. Nora Hampel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Wissensmedien in Tübingen, in ihrer Dissertation mit dem Titel:


"When Digital Technologies Enter the Factory - Improving Blue-Collar Workers´Attitudes Towards New Technologies"

Sie untersuchte, welche Einstellungen unter Werkern gegenüber Digitalisierungstechnologien zu erwarten sind und wie man diese positiv beeinflussen kann. Für die Untersuchungen wurden besonders intuitive Technologien verwendet, die dennoch auf Widerstand bei der Belegschaft stoßen können. Dabei unterscheiden sich die Gründe der Mitarbeitenden und ihrer Ablehnung der neuen Technologien. Manche fürchten um ihren Arbeitsplatz, einige scheuen den Lernaufwand und wieder andere lehnen Veränderungen ihrer Arbeitsprozesse im Allgemeinen ab.


Zur Überwindung dieser Widerstände recherchierte Frau Dr. Hampel vornehmlich zwei Interventionsstrategien und testete diese erfolgreich. Als erste Interventionsstrategie zeigte sich die bedürfnisorientierte Kommunikation als vorteilhaft. Hier sollten die Ängste und Wünsche der Mitarbeitenden aufgenommen und in Kombination mit den Vorzügen der Technologien direkt adressiert werden. Als zweite Interventionsstrategie untersuchte Frau Dr. Hampel "eigene Erfolgserfahrungen". Hier konnten die Mitarbeitenden frühzeitig und praktisch mit den einzuführenden Technologien trainieren, um ihre eigene Fähigkeit zur Nutzung der Technologie zu verdeutlichen und die positiven Auswirkungen auf die persönlichen Arbeitsprozesse direkt erleben und schätzen zu lernen.


Wer die Erfolgsaussichten auf anstehende Digitalisierungsprojekte erhöhen möchte, sollte das Thema Technologieakzeptanz sowie die konsequente Einbindung der Mitarbeitenden in entsprechende Veränderungsprozesse unbedingt berücksichtigen. Dafür ist es notwendig, zunächst den Status Quo zu erarbeiten. Auf Basis dieser Bestandsaufnahme, in der abgeklärt wird, welche Mitarbeiter:innen, mit welchen Fähigkeiten im Unternehmen tätig sind, kann dann eine adäquate Einführungsstrategie erarbeitet werden. Wichtig dabei ist, dass hierbei die Bedürfnisse und das Selbstvertrauen der Mitarbeitenden in den Vordergrund gestellt werden. Darüber hinaus spielen die Themen User Experience (Nutzer- oder Nutzungserlebnis) und Kommunikation eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, die Mitarbeitenden in den Veränderungsprozess aktiv einzubeziehen.


Falls Sie gern mehr zur Gestaltung der Einführung digitaler Technologien in Verbindung mit Akzeptanz oder User Experience haben, sprechen Sie uns gern an!


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